1. Herausforderung - die Umstellung
Daher ich ein Ektomorph - schlank, lange Gliedmaßen - bin, dachte ich anfangs ich müsse bei der Umstellung auf die Warrior Diet meine vorherigen Tageskalorien gleich im Kämpfer Dinner verdrücken. Schließlich war es mein auserkorendes Ziel meine T-Shirts endlich mal auszufüllen. Damals lag ich übrigens bei 78 Kg Kampfgewicht bei einer Körpergröße von 187 cm.
Des Weiteren stieg ich sofort von 3-4 auf eine große Mahlzeit um. Das führte zu enormen Stress. Einerseits, weil ich mich psychisch unter Druck setzt "mehr, mehr, mehr!". Andererseits, weil meine Verdauung noch nicht darauf eingestellt war. So entwickelte sich eine Spirale, die nach ein paar Tagen dazu führte, dass ich kaum noch essen wollte.
Lösung: Langsam starten!
1. Schritt: Über ca. 1-2 Wochen die Mahlzeiten nach und nach reduzieren. Dabei am besten schon die Kalorien am Abend erhöhen und tagsüber reduzieren.
2. Schritt: Nachdem ihr bei einer großen Mahlzeit angelangt seit (Snack untertags sind natürlich erlaubt - siehe Teil I) von Woche zu Woche das Kämpfer Dinner um 50-100 Kcal steigern. Immer so, dass ihr euch wohl fühlt und keinerlei Verdauungsprobleme bekommt.
Ein kleiner Trick, den ich von Jason Ferruggia lernte: eine heiße Zitrone 30 Min. vor dem Kämpfer Dinner trinken.
2. Herausforderung - unklare Ziele
Ein Fehler der mir zu Beginn unterlief waren unklare Ziele. Ich wollte am liebsten zugleich stärker, muskulöser und definierter werden. Das kann allerdings nicht funktionieren (außer wenn ihr gerade mit dem Krafttraining startet). Doch jeder, der bereits mehr als ein Jahr ernsthaft trainiert, wird damit nicht weiter kommen. Nach ca. 1 Monate bewegte sich weder die Waage noch die Gewichte auf der Hantel.
Lösung: Ein Ziel zurzeit!
Fokussiere dich auf dein Ziel. Behalte aber stets das große Ganze im Auge. Für mich als Kraftdreikämpfer heißt das schlicht und einfach: konstant stärker werden!
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| Nur wenn ich am Ende mehr Gewicht bewege - hier beim Bankdrücken - war mein Training erfolgreich |
Abhängig von der jeweiligen Phase gestalte ich dann die Warrior Diet. In Kraft- und Massephasen konsumiere ich deutlich mehr Kohlenhydrate (ich vertrage sie von meiner Genetik her sehr gut!). Wenn aber Körperfettreduktion auf dem Plan steht, fahre ich die Kalorien runter und esse max. zwei Tage kohlenhydratreich. Hier haben mir diverse Coaching-Telefonate mit Jürgen Reis geholfen meinen Weg zu finden!
3. Herausforderung - das Umfeld zieht nicht mit
Familienfeiern, Frühstück mit Freunden - alles was Gang und Gebe ist, wird nun umgestoßen. Es ist sicher nicht einfach einen anderen Weg zu gehen. Aber hier komme ich noch einmal auf die Ziele zurück. Wenn es dir wirklich wichtig ist und die Ernährungsweise zu deinem Lifestyle passt, dann ziehe es durch.
Nichtsdestotrotz sollte zumindest dein näheres Umfeld dich verstehen. Ansonsten wird man schnell zum Einzelkämpfer.
Lösung: Konsequenz und erklären.
A. Konsequenz
Wie mit jedem größeren Ziel im Leben, bedarf es einfach einer gewissen Konsequenz. Ansonsten ist es dir nicht wichtig genug. Natürlich muss nicht 365 Tage im Jahr die Warrior Diet zu 100% durchgezogen werden. Die saftige Weihnachtsganz, die die Großmutter meiner Lebensgefährtin zu Mittag macht, lasse ich mir nicht entgehen. Doch gerade in Wettkampfphasen folge ich meinem Kämpfer-Instinkt. Ich bin und bleibe dann absolut konsequent.
B. Erklären
Wenn meine Freundin nicht "mitspielen" würde oder ihr euren Freunden und Eltern nicht erklären könnt, was ihr da macht, dann wird es schwierig. Doch häufig genug stoße ich sogar auf großes Interesse. Sich anders zu ernähren ist heute keine Seltenheit mehr - Veganer, Bodybuilder, Fasten - die Liste ist lang. Wieso soll da eine so gesunde Ernährungsweise, die mich meine Ziele erreichen lässt, im Wege stehen.
Höflich aber bestimmt "Nein, danke!" sagen wird euch nicht vom Rest der Welt isolieren.
Zusammengefasst
Ich hoffe ich konnte mit der dreiteiligen Serie den ein oder anderen davon überzeugen, einen neuen Weg zu beschreiten. Angefangen in Teil I mit dem Ursprung und den Grundsätzen, über die Vorteile wie z.B. der Hormonoptimierung in Teil II bis zu den Herausforderungen und Lösungen im dritten Teil - mit Periodischem Fasten bzw. der Warrior Diet könnt ihr den nächsten Level erreichen. Testet es, weckt den Krieger-Instinkt in euch und genießt die Freiheit.

Hi Sebastian,
AntwortenLöschenToller Abschluss Deiner Serie zur WD. Wirklich sehr gute, interessante Informationen und persönliche Erfahrungen, die Du hier weiter gibst! Besten Gruss,
Sascha
Hi Sascha,
AntwortenLöschenmich freut es, dass dir meine Beiträge gefallen und das du die Informationen für interessant befindest. Immerhin bist du ja auch "vom Fach" :D - http://brucedalai.blogspot.de/
Danke!
Ach was, vom Fach! Ich bin einfach nur ein Mensch, der sich für Körper& Geist interessiert ;-)
LöschenDein Blog ist da eine tolle Quelle, was gute und praxisnahe Informationen über diese beiden Themen betrifft!
Ich freue mich schon auf weitere Artikel von Dir...
Beste Grüße,
Sascha