Donnerstag, 29. November 2012

#4 - Tipp der Woche: Curry schmeckt nicht nur lecker!

Genau, denn Curry hat neben seinen tollen Aromen auch erstaunlich positive Wirkungen auf den Körper. Es sei auch erwähnt, dass Curry in verschiedenen Mischung auftaucht. Gänge Inhaltsstoffe und ihre Wirkung, die für uns Athleten von Bedeutung sind:

In verschiedenen Variation nicht nur super
lecker, sondern sehr wirkungsvoll - Curry!

  • Bockshornklee - Senkung des Blutzuckers, anabole Wirkung
  • Chillischoten - senken den Blutdruck, potenter Vitamin- und Mineralträger, regt Endorphin-Prodution an
  • Kurkuma (Hauptbestandteil von Curry) - entzündungshemmende Wirkung z.B. bei Gelenksschmerzen
  • Kardamom - fördert die Verdaaung 
  • Ingwer - Entzündungshemmend, erhöht die Fettverbrennung
  • Schwarzer Pfeffer - Appetit anregend
  • Zimt - verbessert Insulin-Sensibilität, Antioxidantien 

Wie ihr seht ist Curry eine echte, natürliche Wunderwaffe. Nicht umsonst ist es in der ayurvedischen Medizin schon lange ein fester Bestandteil zur Bekämpfung diverser Erkrankungen.

Curry passt super zu vielen verschiedenen Gerichten. Ich verwende es gerne für Fisch- und Fleischgerichte, Gemüse-Pfannen (mit Kürbis, Möhren, Paprika, Broccoli, etc.) oder einfach in einen Joghurt gemischt, als Snack zwischendurch.

Guten Appetit! 

Montag, 26. November 2012

Welche Trainingstools?

Wie es immer mit so Trainingswerkzeugen wie Bändern, Kettlebells etc. ist, entsteht immer ein gewisser Hype. Dann gibt es die Leute die ausschließlich damit trainieren. Allerdings sollte nie ein Tool als das einzig Wahre genutzt werden. Wenn ihr so einen Trainer/Coach habt würde ich mir ernste Gedanken machen.
Jedes Werkzeug hat seinen Platz im Training. Hier mal eine Liste diverser Tools, die im Training eingesetzt werden können:

  • Langhanteln: Maximalkraft, Muskelaufbau, Explosivkraft (Olympisches Gewichtheben)
  • Kurzhanteln: Unilaterale Kraft, Muskelaufbau
  • Eigener Körper: Muskelaufbau, Stabilität, Beweglichkeit, Explosivkraft, Kraftausdauer
  • Widerstandsbänder: Beweglichkeit, Stabilität, Power (als zusätzlichen Widerstand an der Langhantel)
  • Kettlebells: Explosivkraft, Stabilität und Kraftausdauer/Kondition
  • Medizinbälle: Explosivkraft, Schnellkraft
  • Sandsäcke - Stabilität, Explosivkraft
  • Schlingentrainer/Gym-Ringe - Stabilität, Beweglichkeit, Kraft
  • Seile, Reifen, Hammer, etc. - Kraftausdauer/Kondition

Ich habe die Trainingstools um meine bevorzugten Einsatz im Training ergänzt. Natürlich kann beispielsweise mit der Kettlebell auch ein hartes Krafttraining gestaltet werden.
Für mich kommt es auf die individuellen Voraussetzungen, die Phase des Trainings bzw. den gewollten Trainingsreiz und die Ziele an, um entscheiden zu können, welches das Trainingswerkzeug der Wahl ist.
Natürlich kann für einen gewissen Zeitraum bevorzugt mit einem Tool trainiert werden. Einfach um es kennenzulernen, sehr gut zu beherrschen oder weil das Budget nicht mehr hergibt. Doch letztendlich wende ich stets einen Mix aus diversen Tools an. 

Mittwoch, 21. November 2012

#3 - Tipp der Woche: Ein effektives Warm-Up

Ein gutes Warm-Up vor dem Krafttraining kann nicht nur Verletzungen verhindern, sondern auch die Leistung steigern. Viele verbinden mit dem Aufwärmen ein paar Runden um den Platz bzw. 10 Minuten auf dem Laufband. Doch damit ist der Körper nicht auf die kommenden Aufgaben vorbereitet. Das wäre so als wenn ihr euch für eine Geometrie-Klausur mit den Grundrechenarten vorbereitet.
Sowohl vor dem richtigen Training auf dem Sportplatz sowie dem harten Krafttraining im Gym, ein gezieltes Warm-Up ist Voraussetzung für ein erfolgreiches Training (Spiel, Wettkampf)!

Mein Aufwärmen besteht aus folgenden Komponenten:

  1. Self Myofascial Release (eine Art Selbstmassage mit einer Schaumstoffrolle und/oder einem Ball)
    - um Muskeldysbalancen vorzubeugen bzw. zu beseitigen
    - verbessert die Beweglichkeit 
  2. Dynamisches Warm-Up
    - dynamisches Dehnen und dynamische Bewegungen verbessern die Beweglichkeit
    - Muskulatur wird erwärmt und werden so vor Verletzung geschützt  
  3. Aktivierung 
    - in Schnellkraftsportarten wie Fußball oder Handball bieten sich Sprint- und/oder Sprungvarianten an, um das zentrale Nervensystem zu aktivieren 
In Sachen Aufwärmen durfte ich bereits sehr viel durch Jim "Smitty" Smith von der Diesel Crew lernen. Er ist zum einen sehr innovativ in Bezug auf verschiedene Aufwärmübungen. Zum anderen besitzt er die Fähigkeit, die Übungen in eine flüssige Reihenfolge zu bringen.


Dieses Warm-Up ist ideal für vor dem Krafttraining. Es nimmt nicht sonderlich viel Zeit in Anspruch und ist deutlich effektiver als das Laufband. Erstaunte bis verwirrte Blicke von anderen Mitgliedern im Fitnessstudio inklusive!

Freitag, 16. November 2012

Die vergessene Variable im Krafttraining

Wie ein Krafttraining normalerweise geplant wird ist den meisten (hoffentlich) bekannt. Wenn von Sätzen, Wiederholungen und Pause die Rede ist, weiß mittlerweile sogar Ms. Laufband aus dem lokalen Wellnesstempel wovon die Rede ist.

Doch wenn der Begriff Tempo im Krafttraining zur Sprache kommt, versteht mich auf einmal kaum noch jemand. Durch meine Ausbildung bei Charles Poliquin (PICP) durfte ich die Wichtigkeit diese Variable schätzen lernen. Denn es ist ein entscheidender Baustein um effektive Trainingspläne zu erstellen!


Was ist TEMPO?
 


Mit Tempo wird die Zeit beschrieben, die der Athlet braucht um eine vollständige Wiederholung zu absolvieren. Charles Poliquin verwendet dafür einen vierstelligen Term der wie folgt aussehen kann.


Diese vier Zahlen stehen für folgende Phasen einer Wiederholung:

  • Erste Zahl = exzentrische Phase - das Gewicht bzw. den Körper wird herabgelassen und die arbeitenden Muskeln wird gedehn
  • Zweite Zahl = Isometrische Pause in der gedehnten Position (Arme sind komplett gestreckt)
  • Dritte Zahl = konzentrische Phase - das Gewicht bzw. der Körper wird hochgezogen bzw. gedrückt und die arbeitende Muskulatur verkürzt
  • Vierte Zahl = Isometrische Pause in der verkürzten Position

*das X steht für so schnell (explosiv) wie möglich


Ein Beispiel gefällig?


Die erste Übung in diesem Video ist der Klimmzug mit Obergriff - Tempo 6-0-1-0:

  1. 6 Sekunden herablassen
  2. 0 Sekunden Pause in der gestreckten bzw. untersten Position
  3. 1 Sekunde hochziehen
  4. 0 Sekunden Pause in der verkürzten bzw. obersten Position

Gewusst wie


Es macht einen deutlichen Unterschied, ob ich nun 6 Sekunden oder 1 Sekunde bei der exzentrischen Phase anwende. Angenommen das Ziel ist Muskelaufbau, dann sind 6 Klimmzüge mit einem Tempo von 2-0-X-0 nicht zielführend. Bei einer Zeit unter Spannung (Time under tension) von weniger als 20 Sekunden (bei 6x 2-0-X-0 macht das max. 18 Sekunden) wird hauptsächlich die Relativkraft statt Hypertrophie (Muskelaufbau) trainiert. Des Weiteren berichteten mir bereits einige Athleten, dass durch Anwendung dieser Variablen eine bessere Kontrolle entsteht. Sie konzentrieren sich viel mehr auf eine korrekte Technik.

Daher Variation für konstante Fortschritte enorm wichtig ist, bietet das Tempo neben Satz- und Wiederholungszahl sowie den Satzpausen, eine hervorragende Abwechslung. Somit könnt ihr neue Reize in eurem Training setzen.

Dienstag, 13. November 2012

#2 - Tipp der Woche: Fettverbrennung durch Morgencardio

Ich bin schon vor einiger Zeit dem Rat von Mr. Naturtraining Dominik Feischl gefolgt den Tag mit einem strammen Gang zu starten: Frische Luft, Ruhe, Natur (in der Großstadt am besten einen Park suchen) und Bewegung!
Vor allem kann es jeder durchführen. Ihr braucht keine Ausrüstung und keine Mitgliedschaft irgendwo - einfach Schuhe an, warme Sachen um diese Jahreszeit nicht vergessen und los! Geht mit gutem Tempo (= schnelle Schritte) ca. 30-60 Minuten, sodass euer Kreislauf ordentlich auf Touren kommt.
Es gibt hier keine Ausreden, wie ich habe keine Zeit oder ich habe Familie. Wenn mein Kleiner bereits wach ist, setzte ich ihn eben in den Kinderwagen und marschiere los.

Kleiner Tipp am Rande: Mit zusätzlichem Gewicht "an Board" - noch etwas schweres in den Kinderwagen packen oder einer Gewichtsweste - könnt ihr den Schwierigkeitsgrad erhöhen!

Morgengang um 6:30 Uhr (Sommer) vor einem Seminar in
Stuttgart - herrlicher Aussicht, Ruhe und frische Luft!

Morgencardio auf nüchternen Magen bietet folgende Vorteile bzw. Trainingseffekte:

1. Super Fettverbrennungsturbo: neben regelmäßigem Krafttraining könnt ihr durch 2-5 solcher "Einheiten" eine Menge zusätzliches Fett reduzieren.

2. Steigert die Ausdauer: Auch wenn derzeit viele nur noch von Intervalltraining reden hat auch das Ausdauertraining mit gleichbleibender und vergleichsweise langsamer Geschwindigkeit einen wichtigen Platz im Konditionstraining!

3. Mentaler Fokus: Während dieser Einheit könnt ihr euch bereits auf die Tagesaufgaben vorbereiten oder euren kreativen Gedanken freien Lauf lassen (immer einen kleinen Notizblock dabei haben!). Gerade für Vorträge, Schreibarbeiten oder wichtige Gespräche eine hervorragende Vorbereitung!


Freitag, 9. November 2012

Wecke den Krieger in Dir - Teil III

Im dritten und letzten Teil der Serie Wecke den Krieger in dir geht es um Herausforderungen, denen ich bei der Kämpfer Ernährung begegnet bin. Denn sicher ist es nicht immer leicht - sei es die Umsetzung, das Umfeld, der eigene Weg. Besondere Situationen im Leben verlangen manchmal außergewöhnliche Maßnahmen. Deswegen möchte ich mit euch meine Erfahrungen teilen. Vielleicht hilft es in der ein oder anderen Situation eine passende Lösung zu finden!

1. Herausforderung - die Umstellung


Daher ich ein Ektomorph - schlank, lange Gliedmaßen - bin, dachte ich anfangs ich müsse bei der Umstellung auf die Warrior Diet meine vorherigen Tageskalorien gleich im Kämpfer Dinner verdrücken. Schließlich war es mein auserkorendes Ziel meine T-Shirts endlich mal auszufüllen. Damals lag ich übrigens bei 78 Kg Kampfgewicht bei einer Körpergröße von 187 cm.
Des Weiteren stieg ich sofort von 3-4 auf eine große Mahlzeit um. Das führte zu enormen Stress. Einerseits, weil ich mich psychisch unter Druck setzt "mehr, mehr, mehr!". Andererseits, weil meine Verdauung noch nicht darauf eingestellt war. So entwickelte sich eine Spirale, die nach ein paar Tagen dazu führte, dass ich kaum noch essen wollte.

Lösung: Langsam starten!

1. Schritt: Über ca. 1-2 Wochen die Mahlzeiten nach und nach reduzieren. Dabei am besten schon die Kalorien am Abend erhöhen und tagsüber reduzieren.

2. Schritt: Nachdem ihr bei einer großen Mahlzeit angelangt seit (Snack untertags sind natürlich erlaubt - siehe Teil I) von Woche zu Woche das Kämpfer Dinner um 50-100 Kcal steigern. Immer so, dass ihr euch wohl fühlt und keinerlei Verdauungsprobleme bekommt.

Ein kleiner Trick, den ich von Jason Ferruggia lernte: eine heiße Zitrone 30 Min. vor dem Kämpfer Dinner trinken.

2. Herausforderung - unklare Ziele


Ein Fehler der mir zu Beginn unterlief waren unklare Ziele. Ich wollte am liebsten zugleich stärker, muskulöser und definierter werden. Das kann allerdings nicht funktionieren (außer wenn ihr gerade mit dem Krafttraining startet). Doch jeder, der bereits mehr als ein Jahr ernsthaft trainiert, wird damit nicht weiter kommen. Nach ca. 1 Monate bewegte sich weder die Waage noch die Gewichte auf der Hantel.

Lösung: Ein Ziel zurzeit!

Fokussiere dich auf dein Ziel. Behalte aber stets das große Ganze im Auge. Für mich als Kraftdreikämpfer heißt das schlicht und einfach: konstant stärker werden!

Nur wenn ich am Ende mehr Gewicht bewege - hier beim
Bankdrücken - war mein Training erfolgreich
Ich widme mich entsprechend der Phase (Off-Season, Vorbereitung, Wettkampf) untergeordneten Zielen wie der Kondition oder dem Masseaufbau. Dann gilt es 1-2 Monate mich wirklich darauf zu konzentrieren. Doch alles nur, um letztendlich in meinen Wettkampfdisziplinen stärker zu werden. Ein bessere Kondition hilft mir beispielsweise später härter und mehr trainieren zu können. Denn damit lege ich die Grundlage für eine schnellere Regeneration und eine höhere Arbeitskapazität.
Abhängig von der jeweiligen Phase gestalte ich dann die Warrior Diet. In Kraft- und Massephasen konsumiere ich deutlich mehr Kohlenhydrate (ich vertrage sie von meiner Genetik her sehr gut!). Wenn aber Körperfettreduktion auf dem Plan steht, fahre ich die Kalorien runter und esse max. zwei Tage kohlenhydratreich. Hier haben mir diverse Coaching-Telefonate mit Jürgen Reis geholfen meinen Weg zu finden!

3. Herausforderung - das Umfeld zieht nicht mit 


Familienfeiern, Frühstück mit Freunden - alles was Gang und Gebe ist, wird nun umgestoßen. Es ist sicher nicht einfach einen anderen Weg zu gehen. Aber hier komme ich noch einmal auf die Ziele zurück. Wenn es dir wirklich wichtig ist und die Ernährungsweise zu deinem Lifestyle passt, dann ziehe es durch.
Nichtsdestotrotz sollte zumindest dein näheres Umfeld dich verstehen. Ansonsten wird man schnell zum Einzelkämpfer.

Lösung: Konsequenz und erklären.

A. Konsequenz
Wie mit jedem größeren Ziel im Leben, bedarf es einfach einer gewissen Konsequenz. Ansonsten ist es dir nicht wichtig genug. Natürlich muss nicht 365 Tage im Jahr die Warrior Diet zu 100% durchgezogen werden.  Die saftige Weihnachtsganz, die die Großmutter meiner Lebensgefährtin zu Mittag macht, lasse ich mir nicht entgehen. Doch gerade in Wettkampfphasen folge ich meinem Kämpfer-Instinkt. Ich bin und bleibe dann absolut konsequent.

B. Erklären
Wenn meine Freundin nicht "mitspielen" würde oder ihr euren Freunden und Eltern nicht erklären könnt, was ihr da macht, dann wird es schwierig. Doch häufig genug stoße ich sogar auf großes Interesse. Sich anders zu ernähren ist heute keine Seltenheit mehr - Veganer, Bodybuilder, Fasten - die Liste ist lang. Wieso soll da eine so gesunde Ernährungsweise, die mich meine Ziele erreichen lässt, im Wege stehen.
Höflich aber bestimmt "Nein, danke!" sagen wird euch nicht vom Rest der Welt isolieren.

Zusammengefasst

Ich hoffe ich konnte mit der dreiteiligen Serie den ein oder anderen davon überzeugen, einen neuen Weg zu beschreiten. Angefangen in Teil I mit dem Ursprung und den Grundsätzen, über die Vorteile wie z.B. der Hormonoptimierung in Teil II bis zu den Herausforderungen und Lösungen im dritten Teil - mit Periodischem Fasten bzw. der Warrior Diet könnt ihr den nächsten Level erreichen. Testet es, weckt den Krieger-Instinkt in euch und genießt die Freiheit.

Dienstag, 6. November 2012

#1 - Tipp der Woche: Zitronen stärken die Abwehrkräfte

Jetzt in der kalten Jahreszeit schwirren wieder eine Menge Viren durch die Luft. Erkältungen, Grippe & Co. stehen vor der Tür. Um sich gegen die Angreifer zu rüsten kann der Saft (und das Fruchtfleisch) einer Zitrone uns unterstützen:

Zitrone durchschneiden und den Saft in heißes Wasser
geben. Wer es mag, kann auch gerne das Fruchtfleisch
pur genießen!

  1. Durch die gelbe Frucht könnt ihr eine ordentliche Ladung Vitamin C (Ascorbinsäure) zu euch nehmen. Auf diese Weise stärkt ihr eure Abwehrkräfte auf ganz natürliche Weise.
  2. Die Zitrone unterstützt aufgrund des Säuregehalts unsere Verdauung. Beispielsweise ist sie ein effektiver Helfer bei Sodbrennen. Zudem spielt eine gute Verdauung eine sehr entscheidende Rolle für ein intaktes Immunsystem.
  3. Wenn ihr den Zitronensaft mit heißem Wasser trinkt, steigert es den Appetit. Eine nicht zu unterschätzende Waffe in Aufbauphasen bzw. intensiven Maximalkraftphasen. Ich genieße diese Mischung am Abend ca. 30 Minuten vor meinem Kämpfer Dinner

Donnerstag, 1. November 2012

Wecke den Krieger in Dir - Teil II

In dem ersten Teil habe ich über den Hintergrund und meine Erfahrungen mit der Kämpfer Diät und dem periodischen Fasten geschrieben. Im zweiten Teil werde ich detaillierter auf die für mich fünf wichtigsten Vorteile eingehen.

Doch vorweg... Wenn ich von Vorteilen schreibe gibt es immer wieder Leute, die mir mit Studien das Gegenteil beweisen wollen. Und natürlich hat jede Seite ihre Studien im Petto. Versteht mich nicht falsch: ich schätze die Wissenschaft und wir sind auf ihre Erkenntnisse angewiesen!
Allerdings beruht das periodische Fasten auf jahrtausendalter Erfahrung. Mir ist es sch*ß egal, ob zig Studien  zeigen, dass ein gesundes Frühstück als Allheilmittel dargestellt wird. Klar, wenn ich gesüßtes Knuspergetreide und Milch mit 0,00001% Fett durch Eier und zwei Möhren ersetze, werde ich eine Menge ändern. Doch deswegen ist ein gesundes Frühstück noch längst nicht die beste und einzige Lösung. Ich denke die Experten sind sich einig, dass es vor allem die Nahrungsmittelwahl ist, die über den Gesundheitszustand entscheiden. Für mich sind die Ziele und die persönlichen Umstände entscheidend, wenn es darum geht die Ernährung umzustellen. Für meinen eigenen Lifestyle passt die Warrior Diet perfekt.

So, auf geht´s!

Vorteile


1. Hormonelle Optimierung

Hormone spielen eine immens wichtige Rolle im menschlichen Körper. Um uns richtig gut zu fühlen, Höchstleistungen abzurufen und dann auch wieder gut entspannen zu können, benötigen wir die richtige Balance zwischen unseren Hormonen. Die Kämpfer Ernährung unterstützt dies durch die Fasten-Phase und die Phase des kontrollierten Überessens.
Mein Kämpfer Dinner: 1 Kg Neuland-Rinder-
gehacktes mit Brokkoli, Möhren und Sellerie
in Kokosöl angebraten. Das ganze noch mit
Curry, Salz und Pfeffer abgeschmeckt plus
eine Avocado als Vorspeise
Während des Tages befindet sich der Körper durch das Fasten in einem erhöhten Alarmzustand. Aufgrund des Unteressens kommt es z.B. zu einer erhöhten Ausschüttung des Hormons Adrenalin. Dies wiederum führt zu gesteigerter Konzentration, einem geschärften mentalem Fokus und einer erhöhten körperlichen Leistungsfähigkeit.
Des Weiteren konnten deutlich erhöhte Werte des menschlichen Wachstumshormon festgestellt werden. Dieses spielt eine wichtige Rolle im Fettabbau und im Aufbau von Muskeln.

Gegen späten Nachmittag bzw. Abend wird durch das große Essen die Phase der Entspannung eingeläutet. Ein gesteigerte Serotonin-Spiegel sorgt dafür, dass der Körper und der Geist runterfahren. Serotonin ist auch als Glückshormon bekannt und unterstützt einen guten Schlaf. Nun ist es an der Zeit die Füße hochzulegen (und auch bald schlafen zu gehen).


2. Körperfettreduktion

Verbindet ihr das periodische Fasten mit regelmäßigem Training so ist es enorm effektiv Körperfett zu verbrennen. Insbesondere wenn ihr im Fasten-Zustand trainiert. Hier greift der Körper vermehrt auf das im Körper eingelagerte Fett zur Energiegewinnung zurück. Er hat jetzt eben nicht die zwei Wurst-Brötchen vom Frühstück zur Verfügung. Für die Körperfettreduzierung sind vor allem die erhöhte Wachstumshormonausschüttung sowie ein niedrigerer Insulin-Level verantwortlich - ja die Hormone schon wieder!


3. Natürliche Entgiftung

Viele bedenken nicht den ständigen Stress, dem unser Körper durch häufige Mahlzeiten ausgesetzt ist. Die Verdauung raubt eine Menge Energie. Und nicht zu selten haben viele mit "Luftdruck" und "Stau" (oder dem Gegenteil) zu kämpfen. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Während die eine Mahlzeit noch gerade im Darm verdaut wird, wird schon die nächste Ladung nachgeschoben.
Durch die Kämpfer Ernährung hingegen gebt ihr eurem Körper (insbesondere Leber und Darm) genügend Zeit diverse Giftstoffe und Abfallprodukte zu entsorgen. Außerdem können so Erneuerungsprozesse vorangetrieben werden, die uns jung und vital halten!


4. Einfachheit 

Diesen Aspekt habe ich zu Beginn nicht wirklich beachtet. Doch vielen Leuten fällt es schwer, mich eingeschlossen, gleich für mehrere Mahlzeiten am Tag zu sorgen. Vor allem wenn es gesund sein soll. Ich bin nicht der Typ, der die selbe Mahlzeit - auf fünf Portionen aufgeteilt - über den Tag verteil essen kann. Gleichzeitig fehlt mir die Zeit und Energie, um immer für verschiedene Gerichte zu sorgen oder mich über entsprechende Restaurants zu informieren. Dank des periodischen Fastens kann ich mich auf ein (ggf. zwei - dazu später mehr) Gerichte freuen. Das erleichtert den Einkauf und das Kochen genieße ich auf diese Weise


5. Mentaler Fokus

Wie schon bei den Hormonen angesprochen, sorgt die Phase des Unteressens für einen deutlich gesteigerten mentalen Fokus. An dieser Stelle bitte ich euch einfach noch einmal um den Selbsttest (Näheres im ersten Teil). Das latente Gefühl von Hunger versetzt euch in einen Zustand, in dem ihr extrem konzentriert arbeiten könnt. Ob ihr nun kreativ, geistig oder körperlich tätig seit - in dieser Phase könnt ihr zur Höchstform auflaufen.
Ich nutze diese Phase vor allem für das Coaching, den Blog, geschäftliches und meinen Sport. Genauso viel Spaß macht es mir auch die Zeit aktiv mit meiner Familie zu verbringen. Für meinen aufgeweckten Kleinen ist die zusätzliche Energie auf alle Fälle nötig.

Neben diesen Vorteilen gibt es eine Reihe weiterer positiver Auswirkungen, wie z.B. die Senkung des Blutdrucks und Entzündungswerten im Blut oder die Vorbeugung von Krebs.
Ich hoffe, ich konnte euch mit Hilfe dieser Argumente von einen Selbstversuch überzeugen. Falls ihr euch dazu entschließt - zumindest mal für einen Tag - schreibt mir bitte von euren Erfahrungen (gerne auch unter Kommentare). Selbstverständlich gilt dies auch für Fragen.

Im dritten und letzten Teil dieser Serie werde ich über Herausforderungen berichten, denen ich begegnet bin und wie ich sie mit Unterstützung von Jürgen Reis gelöst habe.

Bleibt am Ball und testet das periodische Fasten!