Montag, 27. August 2012

Sind Nahrungsergänzungsmittel schädlich?

Häufig erlebe ich in Gesprächen, dass eine große Abneigung gegenüber Nahrungsergänzungsmittel besteht: "Das ist doch alles Chemie!", "Ist das nicht verboten (Doping)?" oder "Ich ernähre mich GESUND!".

Erst einmal spreche ich bei Nahrungsergänzungsmitteln nicht von Sterioiden und anderen verbotenen Substanzen! Sondern es geht hier um ganz natürlich vorkommende Nährstoffe wie Eiweiß, Vitamine und Mineralien. Natürlich sind diese zum Teil künstlich hergestellt. Aber mal ganz ehrlich: Kaum einer hat Angst vor den tausenden Zusatzstoffen wie Stabilisatoren und Konservierungsstoffen, die in einem Großteil der Supermarktprodukten ganz selbstverständlich enthalten sind. Oder was ist mit den unzähligen  Medikamenten und ihren Nebenwirkungen? Aspirin schlucken viele schon gewohnheitsmäßig jeden morgen. Doch zu fragen, woher die Kopfschmerzen eigentlich kommen (vielleicht ein Defizit bei Mineralien wie Magnesium?!) fällt ihnen nicht ein.

Gleichzeitig sind Alkohol und Rauchen gesellschaftlich anerkannt, obwohl nachweißlich genau diese Genussmittel eine Menge Leute unter die Erde bringen. Trotzdem fragen mich Leute, ob der Eiweißshake nach dem Training nicht schädlich für die Nieren sei. Ganz ehrlich: bei einer ständigen Unterversorgung an Eiweiß (bei den meisten) und einen Überkonsum an gefährlichen Zusatzstoffen durch Fast Food und Co.  sowie den regelmäßigen Saufgelagern soll auf einmal das Eiweißpulver - welches auf natürliche Weise aus Milch gewonnen wird - zu Gesundheitsschäden führen? Sorry, ihr merkt, dass dies eine rethorische Frage war oder? Ansonsten zeigt der Alkohol schon erste Wirkungen bei euch. Damit will ich nicht sagen, dass ich diese Genussmittel vollkommen ablehne. Doch bitte lasst euch nicht einreden Nahrungsergänzungsmittel seien schädlich.

Entscheidende Kriterien, wie bei allen Nahrungsmitteln, sind natürlich die Qualität, die Herstellung, etc.! Deswegen bin ich vorsichtig, gerade was irgendwelche Wunderpillen angeht. Wie in jedem Bereich gibt es unter den Nahrungsergänzungsmittelherstellern auch schwarze Scharfe. Vertraut auf bekannte und geprüfte  Unternehmen. Beispielsweise bevorzuge ich Produkte, die auf der Kölner Liste stehen. Diese sind auf Verunreinigungen durch verbotene Substanzen bzw. Doping getestet.

Vergiftung und Mangel

Heutzutage ist der Mensch vielen Umweltgiften (Autoabgase, Plastikverpackungen, Kosmetik, Strahlung ,etc.) ausgesetzt. All das wird in unseren (Fett)Zellen gespeichert. Unser Körper hat sozusagen seine eigene Abfalldeponie.
Darüber hinaus enthalten die Nahrungsmittel einen deutlich geringeren Anteil an Mineralien und Vitaminen im Vergleich zu den 50er und 60er Jahren. Beispielsweise haben Möhren im Schnitt 75% weniger Magnesium als noch vor 60 Jahren. Die Böden sind stark ausgebeutet, es wird viel gedünkt und die Reifezeit ist durch die Zucht reduziert worden.
Aufgrund dieser Entwicklungen sind Nahrungsergänzungsmittel sehr wichtig geworden. Sie helfen Defizite auszugleichen und den Körper zu entgiften. Probleme beim Einschlafen, durchschlafen und aufstehen, Konzentrationsfähigkeit, sexuelles Verlangen, Motivation, eine Reihe von Krankheiten wie Diabetes - all das können Folgen von Defiziten im Mineralstoff- und Vitaminhaushalt sein.

image
Nährstoffe im Kohl - Vergleich 1963 zu 2000
Nahrungsergänzungsmittel bilden demzufolge einen wichtige Bestandteil. Ich selber und viele andere nutzen sie ohne irgendwelche Probleme. Die meisten konnten bzw. können dadurch ihre Leistungsfähigkeit steigern und ihren Gesundheitszustand verbessern. Training und eine gute Ernährung bilden selbstverständlich die Basis. Mit Nahrungsergänzungsmitteln lässt sich keine schlechte Ernährung ausgleichen. Doch ohne wird es schwierig euer Potential voll auszuschöpfen und energiegeladen durch den Tag zu schreiten.

Ernähre dich schlau! 

2 Kommentare:

  1. Ich berate seit mehreren Jahren Kunden in Fragen über Ernährung und Mikronährstoffe und bekomme sehr viel positives Feedback. Es gibt schlechte und gute und sehr gute Nahrungsergänzungen. Meine Erfahrung ist, selbst die Schlechten sind nicht gefährlich. Zumindest nicht gefährlicher als das, was man im Supermarkt so als "Nahrung",.. ich nenne es nahrungsähnliche Produkte, verkauft bekommt. Diese ganze Panikmache ist also vollkommen überflüssig und dieser Blog spricht mir aus der Seele!! Danke Sebastian!

    AntwortenLöschen
  2. Vielen Dank für deinen Kommentar Lars. "Nahrungsähnliche Produkte" finde ich eine hervorragende Beschreibung :D!

    AntwortenLöschen